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Fermentieren – was ist das eigentlich?





Fermentieren – was ist das eigentlich?

Fermentation und Mikrobiom Fermentieren von Lebensmitteln ist nicht nur ein Trend – Fermentieren ist eine traditionelle, sehr gesunde Möglichkeit, Lebensmittel sowohl haltbar, als auch besser verträglich zu machen. Fermentieren ist eine alte Technik, die nicht nur köstliche Geschmacksrichtungen in dein Essen bringt, sondern auch für deine Gesundheit eine wahre Wunderwaffe ist. In diesem Blogbeitrag erfährst du alles, was du über die Fermentation wissen musst – von den Vorteilen für deine Verdauung bis hin zu praktischen Tipps zur Herstellung fermentierter Lebensmittel in deiner eigenen Küche. Dabei stellen wir dir auch fermentierbares Bio-Getreide aus unserem Sortiment vor, das sich ideal als Basis für deine selbstgemachten Kreationen eignet. Aber auch Saaten und Nüsse eignen sich bestens für die Fermentation.

Fermentieren von Lebensmitteln – dein Weg zum gesunden Darm

Wenn du Probleme mit der Verdauung hast, wenn dein Immunsystem schwächelt oder wenn du dich oft müde fühlst, dann könnte die Fermentation von großer Bedeutung für dich sein. Bei der Fermentation geht es vor allem darum:

Verwandle ungünstige Nährstoffe in gesunde Nährstoffe!

Fermentation funktioniert total simpel, du brauchst nur ein sauberes Glas, Milchsäurebakterien und Zimmertemperatur. Wie es Schritt für Schritt geht, liest du weiter unten.

Fermentiertes Getreide, fermentierte Saaten und Nusskerne sind für deinen Darm eine Wohltat. Die Fermentation von Gemüse ist weithin bekannt, z.B. ist Sauerkraut ein fermentiertes Gemüse. In diesem Artikel geht es jedoch um das Fermentieren von Getreidekörnern, Nusskernen und Saaten. Aber zunächst möchten wir dich darüber informieren, warum die Fermentation so gut für dich ist. Dazu werfen wir einen Blick auf den Darm, dem Zentrum deiner Lebensfreude. Genauer gesagt, geht es um das Mikrobiom in deinem Darm.

Mikrobiom – das Zentrum für deine Lebensfreude

Das Mikrobiom ist nicht nur für deine Verdauung sehr wichtig, sondern hat auch Einfluss auf deine kognitiven Fähigkeiten und deine Emotionen. Das Mikrobiom im Darm kommuniziert mit deinem Gehirn und beide beeinflussen sich gegenseitig (Darm-Hirn-Achse). Zusätzlich interagiert das Mikrobiom mit deinem Immunsystem (Immunomikrobiom).

Wenn du nach einer einfachen und kostengünstigen Lösung für ein gesundes, vitales Leben suchst, dann ist Fermentieren genau das Richtige für dich. Du kannst auch Kombucha und andere fermentierte Lebensmittel kaufen, aber sie sind verhältnismäßig teuer. Fermentiere lieber selbst und du weißt, was du hast. Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Fermentieren liest du weiter unten.

Dein Mikrobiom ist so einzigartig wie ein Fingerabdruck

Mikrobiom und Fermentation Als Mikrobiom bezeichnet man die Gesamtheit aller Mikroorganismen in deinem Darm. Dabei handelt es sich um Bakterien, Viren und Pilze. Allein rund 100 Billionen Bakterien besiedeln deinen Verdauungstrakt. Insgesamt können einhundert Billionen Mikroorganismen deine Darmwände besiedeln und bringen es auf ein Gewicht von ca. 1 bis 2 kg.

Bei dieser unglaublichen Anzahl von Mikroorganismen ist bei jedem Menschen die Zusammensetzung unterschiedlich. Diese Individualität beginnt schon bei der Geburt und entwickelt sich ein Leben lang weiter. Dein Mikrobiom ist so individuell wie dein Fingerabdruck – einfach einzigartig! Das macht es aber auch so schwierig, allgemeingültige Aussagen über die Funktionen und Wirkungen des Mikrobioms zu treffen.

Was aber erwiesen ist: Dein Mikrobiom hat Einfluss auf Verdauung, Immunsystem, Stoffwechsel und sogar auf deine Stimmung. Deshalb ist eine gesunde Darmflora, wie das Mikrobiom auch genannt wird, so wichtig. Und dabei helfen fermentierte Lebensmittel besonders effektiv.

Fermentieren für einen gesunden Darm

Ca. 70% des Immunsystems sitzt im Darm

Gesunde Darmbakterien schützen dich vor Krankheitserregern. Ein gestörtes Mikrobiom hingegen kann Allergien und Autoimmunkrankheiten begünstigen. Fermentierte Lebensmittel fördern eine starke Immunabwehr durch gesunde Bakterienstämme. Das kannst du dir ganz einfach zu Nutze machen, indem du selbst Fermentiertes herstellst.

Das große Glück beginnt im Darm

90% des Glückshormons Serotonin werden im Darm produziert. Dazu muss er allerdings gesund und vital sein. Denn gesunde Darmbakterien können Stress reduzieren und die mentale Gesundheit fördern. Ein gestörtes Mikrobiom dagegen wird mit Depressionen, Angststörungen und Konzentrationsproblemen in Verbindung gebracht. Was liegt da also näher, als noch heute mit dem Fermentieren zu beginnen?

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Fermentieren

Drei Dinge brauchst du zum Fermentieren:

  1. Ein sauberes Glas mit Deckel oder ein sauberes Tuch zum Abdecken.

  2. Milchsäurebakterien, wie sie in Joghurt, Kefir oder speziellen Starterkulturen enthalten sind.

  3. Raumtemperatur und etwas Zeit.

Und dann brauchst du natürlich das geeignete Lebensmittel zum Fermentieren. Da wir uns hier auf Getreide, Nusskerne und Saaten konzentrieren, findest du hier die Listen der geeigneten Lebensmittel:

Geeignete Getreidesorten zum Fermentieren

Geeignete Nusskerne zum Fermentieren

Geeignete Saaten zum Fermentieren

So gelingt der Fermentationsprozess garantiert

Das Einweichen

Weiche die Getreidekörner, die Nusskerne oder die Saaten in der dreifachen Menge Wasser ein und lasse sie in einem dunklen, aber warmen Raum ( 18 bis 22 Grad) stehen. Jetzt beginnt schon ein wesentlicher Prozess der Verwandlung. Denn besonders Getreidekörner haben zum eigenen Schutz so genannten Antinährstoffe, die die Pflanzen später für ihr Wachstum brauchen, die aber für uns Menschen sehr schwer verdaulich sind. Aber hurra, genau diese Substanzen werden jetzt beim Einweichen abgebaut. Sie gehen in das Wasser über, deshalb muss dieses Wasser nach dem Einweichen unbedingt abgespült werden. Danach das Lebensmittel ein sauberes Glas füllen.

Übrigens kannst du auch Getreideflocken nehmen, z.B. Haferflocken, Buchweizenflocken oder Reisflocken.

Die Milchsäurebakterien

Die meisten Getreidekörner, Nusskerne und Saaten haben von Haus aus eine kleine Menge Milchsäurebakterien auf ihrer Oberfläche. Du könntest jetzt also nur mit Wasser auffüllen und den Fermentationsprozess starten. Aber deutlich effektiver wird es, wenn du Milchsäurebakterien zufügst. Geeignetes Ferment:

  • Joghurt

  • Kefir

  • Buttermilch

  • Milchsäurestarterkulturen

Wir können dir auch Bio-Wasserkefir-Kristalle empfehlen, diese hast du dann immer auf Vorrat.

Gib 1 bis 2 Esslöffel vom Ferment deiner Wahl hinzu und fülle das Glas mit Wasser auf. Den Deckel legst du nur locker drauf, damit Luft zirkulieren kann. Oder du legst ein sauberes Tuch darauf, damit nichts reinfallen kann.

Der Fermentationsprozess

Nun beginnt das eigentliche Fermentieren. Du brauchst nichts weiter zu tun, als 8 bis 48 Stunden zu warten. Das Fermentieren geschieht ganz von alleine, indem du das Glas in Ruhe stehen lässt. Am besten in einer dunklen Ecke, bei 18 bis 22 Grad Raumtemperatur.

Das eigentliche Wunder des Fermentierens ist die Umwandlung von Kohlehydraten in Milchsäure. Die Milchsäurebakterien, die in Joghurt, Kefir, Buttermilch oder in den Milchsäurestarterkulturen enthalten sind, schnappen sich die Kohlehydrate und verdauen sie regelrecht. Man nennt es auch "verstoffwechseln". Das ist das Wunder des Fermentierens. Die nun entstandene Milchsäure sorgt für einen niedrigeren ph-Wert des Lebensmittels, das da gerade fermentiert wird. Die schlechten Bakterien können in diesem milchsaurem Millieu nicht überleben und sterben. Die guten Milchsäurebakterien dagegen fühlen sich in dem sauren Millieu pudelwohl und vermehren sich wie durch Zauberhand.

Nun kannst du das fermentierte Lebensmittel weiter verwenden, du brauchst es nicht noch einmal abzuspülen. Je nachdem welche Milchsäure du wählst und wie lange du sie fermentieren lässt, verändert sich der Geschmack. Probiere aus, welche Sorte und welcher Zeitraum dir am besten gefällt.

Fermentation – so viele Vorteile!

Fermentation ist ein natürlicher Prozess, bei dem Mikroorganismen schwer verdauliche Stoffe abbauen. Eines der bekanntesten fermentierten Lebensmittel ist Sauerkraut. In vielen kühleren Ländern Europas und Asiens spielt Sauerkraut besonders im Winter eine wichtige Rolle, da es Vitamine und wichtige Nährstoffe für einen gesunden Darm liefert. Aber nicht nur Gemüse eignet sich zum Fermentieren, auch Getreide, Nusskerne und Saaten sind ideale Lebensmittel zum Fermentieren. Um die geht es hier hauptsächlich in diesem Artikel.

Ideal für dein Frühstück – fermentiertes Getreide

Bei der Fermentierung von Getreide wandeln Bakterien Zucker in Milchsäure um, was ihm einen unverwechselbar frischen, milchsauren Geschmack verleiht. Durch diesen Prozess entstehen wichtige Vitamine und Enzyme, die deinen Körper unterstützen und insbesondere deine Darmflora positiv beeinflussen. Der Zucker, der in allen Getreidesorten enthalten ist, wird durch das Fermentieren in ein besonders wertvolles Lebensmittel umgewandelt.

Vorteile für deine Darmgesundheit

Ein gesundes Mikrobiom ist entscheidend für dein gesamtes Wohlbefinden. Mit fermentierten Lebensmitteln wie Sauerkraut, fermentierten Nüssen, Joghurt und Kombucha kannst du gezielt probiotische Bakterien zu dir nehmen, die dein Mikrobiom bereichern. Besonders Menschen mit Verdauungsproblemen, Blähungen oder einem geschwächten Mikrobiom können von dieser Ernährung profitieren.

Fermentierbare Getreidesorten, Nusskerne und Saaten aus unserem Sortiment

Fermentierbare Getreidesorten Bei CLASEN BIO findest du eine große Auswahl an hochwertigen, organischen Produkten, die sich hervorragend zum Fermentieren eignen. Sie alle sind nicht nur reich an Ballaststoffen, sondern bieten auch ideale Nährstoffe, um den Fermentationsprozess zu unterstützen. Mit ihrer Hilfe kannst du fermentierte Gerichte zaubern, die dein Mikrobiom nachhaltig stärken und dir einen probiotischen Kick geben. Klicke hier:

CLASEN BIO Getreide

CLASEN BIO Nüsse

CLASEN BIO Saaten

Ob als Basis für ein fermentiertes Porridge, als Zutat in Salaten oder als Beilage zu fermentiertem Gemüse – du wirst den Unterschied schmecken. Die natürlichen Inhaltsstoffe, kombiniert mit der Fermentation, sorgen für eine harmonische Verbindung von Vitaminen, Enzymen und probiotischen Bakterien, die deinem Körper guttun.

Fazit

Dein Körper und deine Verdauung werden es dir danken, wenn du beginnst, die kraftvolle Fermentation in deinen Alltag zu integrieren. Nutze die Kraft der Milchsäuregärung und entdecke, wie aus einfachen Zutaten ein wahres Gesundheitselixier entsteht. Mit Geduld, Experimentierfreude und den richtigen Tipps gelingt dir der Schritt zu einer gesunden Darmflora und einem gestärkten Mikrobiom.

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